Disteln kennen die meisten Menschen als stachelige Pflanzen, die  wunderschön blühen können. 

Dieses Bild passt haargenau zu uns. 

Wir sehen die Besonderheit unserer jungen Menschen; ihre Stacheln, ihre Blüten. Von jeder und jedem. Ganz individuell und auch in der Gemeinschaft.

Daher haben wir uns entschieden, allen unseren koedukativen Wohngruppen den Namen „Distel“ zu geben.

 

Hier wohnen Jungen und Mädchen zusammen, weil es zu Hause grade nicht geht. In ganz wenigen Fällen ersetzen wir ein fehlendes Elternhaus. In der Regel aber bemühen wir uns um die bestmögliche Einbindung der Herkunftsfamilie, um eine Rückführung zu ermöglichen. 

Mit Wertschätzung und Respekt begegnen wir unseren Kindern, Jugendlichen und ihren Sorgenberechtigten auf Augenhöhe.

In besonderem, zum Wohlfühlen einladenden Ambiente, mit klaren äußeren Strukturen, die unserer Überzeugung nach  inneren Strukturen den Weg bereiten, mit verständlichen, gemeinsam entwickelten Regeln für unser Miteinander leben wir einen verlässlichen und verbindlichen Alltag. Wir fördern die Lebensfreude und altersentsprechende Lebenstauglichkeit.

Gemäß unserem lösungsorientierten Ansatz haben wir hierbei stets im Blick, dass jeder Mensch sein bester Experte ist. So sehen wir uns folgerichtig als Unterstützer und Begleiter, damit unsere Kinder und Jugendlichen die in ihnen schlummernden Schätze heben können. Auf diesem Wege wächst das Selbstbewusstsein der Kinder automatisch. Denn erlebte Selbstwirksamkeit ist die der Schlüssel zu einem positiven Selbstbild.

Die Kinder und Jugendlichen können neben den Dingen, die sie schon sicher beherrschen, neue Dinge erlernen und ausprobieren. Ein neues Hobby, die Verbesserung in der Schule (in Schleswig-Holstein auch mit der Möglichkeit der Ersatzbeschulung), die Aufarbeitung von Beschwerendem, die (Neu-) Gestaltung von (familiären) Kontakten, Einzelsettings können als Ergänzung möglich gemacht werden, Beziehungen und Freundschaften entwickeln sich, ganz alltägliche und lebenspraktische Dinge bereiten auf die Zeit nach der Wohngruppe vor.  

Unsere anderen Gruppen unterscheiden sich nicht in ihren Ansprüchen von denen der Disteln. Und sind dennoch unsere Spezialangebote. Wenn die „normale“ Regelgruppe einfach nicht passt. 

 

Im Strandgut betreuen wir nur Jungen, in Molfsee nur Mädchen. 

Bei den „Kleinen und bei den „KleinenK2“ können wir kleineren Kindern dank einer hohen Altershomogenität und dank eines erhöhten Betreuungsschlüssels noch besser gerecht werden als in den Disteln. 

Bei den „Großen“ steht die Verselbstständigung im Mittelpunkt.

In allen Gruppen genießen wir unser Miteinander und setzen stets Wohl des Kindes an die erste Stelle!